Es Plá - Die Ebene in der Inselmitte
Man braucht bloß einige Kilometer aus den großen Touristenorten herauszufahren und schon findet man sich in einer anderen Welt wieder, dem Hinterland Mallorcas. Hier findet man das, was die Insel vor der "Eroberung" durch den Tourismus ausmachte - die ländliche Region Mallorcas, die einen Eindruck davon vermittelt, wie es hier früher einmal aussah, als die Landwirtschaft noch die Haupteinnahmequelle der Mallorquiner darstellte.
Man trifft auf weite Felder mit Mandel- und Olivenbäumen, kleine verschlafene Ortschaften und natürlich auch auf die zahlreichen, z.T. restaurierten Windräder, die heute als Wahrzeichen der Insel gelten.
Binissalem
Wie der Name des Ortes schon vermuten lässt, wurde er in der Zeit der maurischen Herrschaft auf Mallorca gegründet. Er gilt als das Zentrum des mallorquinischen Weinanbaus und blickt auf eine lange Tradition zurück. Nachdem Anfang des Jahrhunderts allerdings fast die gesamten Anbaugebiete durch eine Reblausplage vernichtet wurden, spielt der Weinanbau auf Mallorca nicht mehr eine ganz so große Rolle. Die hochwertigsten und bekanntesten Tropfen der Insel kommen allerdings noch heute aus der Region um Binissalem.
Inca
Mit etwa 20.000 Einwohnern ist Inca die drittgrößte Stadt Mallorcas. Bekannt ist der Ort vor allem aufgrund der dort ansässigen Lederindustrie. So versuchen schon am Ortseingang überdimensionale Werbeschilder die Besucher der Stadt auf sich aufmerksam zu machen. Im Umland gibt es mehrere Fabrik-Verkaufsstellen und auch in der Innenstadt Incas reiht sich ein Lederwarengeschäft an das andere. Angefangen bei Jacken über Schuhe bis hin zu Taschen und Portemonaies kann man hier so ziemlich alles kaufen, was aus Leder herzustellen ist.
Sineu
Der Ort blickt auf eine lange, wahrscheinlich bis in die Talayotkultur reichende Geschichte zurück. Als geografischer Mittelpunkt nimmt der Ort schon seit jeher eine wichtige Stellung für den Handel ein. So ist der Besuch des Ortes immer mittwochs besonders zu empfehlen, denn dann findet der große Wochen- und Viehmarkt statt, der noch heute einer der größten und spektakulärsten der Insel ist.
Immer mittwochs ist auch die Pfarrkirche Sant Joan Batista mit ihrer besonders prachtvollen Innenausstattung geöffnet. Im alten, stillgelegten Bahnhof des Ortes befindet sich die Kunstgallerie S´Estaci.
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